Donnerstag, 12. november 2009 4 12 /11 /2009 17:17
Mein Kollege ist völlig entkräftet und labil. Die Auftragsflut und Ungewissheit hat ihn erschlagen. Er weiß nicht, was er zu erst machen soll und ist auch noch vom Umgang seiner direkten Vorgesetzten sichtlich enttäuscht.
Tja. Schließe mich dem an und hoffe, daß es trotzdem irgendwie weiter geht.
Meine Freundin hat gemerkt, daß mich ihr Trennungswunsch nicht kalt läßt und hofft wohl, das ich auf ihre "Forderungen" eingehe.

*
13.30
Ich habe meinem Vizechef eine mail geschrieben mit der Bitte um Erlaubnis Überstunden abbauen zu können,- am 20.11.,- mit Rücksprache und Verschiebung des Urlaubes meines Kollegen (Er verschiebt seinen Urlaubstag auf eine Woche nach hinten, damit ich frei haben kann). Vorher alles mit Kollegen besprochen,- auch den Satzbau der email.
 
Vize ruft an und ist erboßt über die Art und schenkt mir wieder einen ein,- entweder arbeiten wir gut oder gar nicht zusammen, so jedenfalls nicht.
Ich kann nicht beschreiben, wie ich mich fühle, auf jeden Fall kurz vor einer schweren Depression.
Die Tränen standen mir kurz vor den Augen,- ich ackere wie arsch hier und haue einen Auftrag nach dem Anderen raus,
und dann bekomme ich gesagt, daß wir entweder gut oder gar nicht zusammen arbeiten,- jeden Tag einen vor den Bug,- egal wie.
Dabei habe ich, um sicher zu gehen, es einfach nur meinem Kollegen nachgemacht.
Könnte kotzen.
Dann heute abend das Gespräch,- ich denke ich werde es sofort runter brechen und mich als nicht zurechnungsfähig entlassen.
Ich muss abschalten, brauche eine Auszeit,- gehe gerade kaputt. Bin einfach nur noch traurig über die ständige Mockerei aller Menschen in meinem Umfeld, keinem kann ich es Recht machen.
17.00 - Der Monteur ruft an und berichtet von der großen Abnahme. Diese fing leider völlig schlecht an,- woran ich zum Glück mal keine Schuld habe, (wobei ich dafür bestimmt dennoch bluten mus!) und dann kamen leider auch noch Differenzen hinzu. Für mich ganz klar: Das nächste Aufmass muss ich dann machen, wenn
der Bau auch abgeschlossen ist, und nicht wenn noch die Deckenraster fehlen und diverse Änderungen statt finden (können).#
Fakt wird nur sein, daß ich dafür zu 100 % einen Einflauf vom Chef oder Vize bekommen werden,- im Moment schießen sie auf alles, was zuckt.
Ich bin bedient.

Fahre nun heim, dann zum Training, und dann zu einer Besprechung auf die ich am wenigsten Lust habe. nicht weil ich sie nicht sehen will sondern weil ich zum Verhandeln oder Stellungnehmen keine Kraft mehr habe.
Traurig, was aus mir geworden ist. Ich war mal ein völlig anderer Mensch, der andere "mitgerissen" und motiviert hat, der positiv, meist fröhlich gepowert hat, auch über das Maß hinaus.
"Alles ist möglich", war mein Motto. und dann habe ich bei einer Firma in Essen angefangen zu arbeiten....
von Sunnylu
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